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Ökologie und Ökonomie im Güterverkehr: CargoBeamer hat beste Voraussetzungen

Leipzig/Berlin - Das Schweizer Forschungsinstitut Infras hat in einer Studie die betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen von drei Szenarien eines verstärkten elektromobilen Güterverkehrs zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 untersucht. Im Vergleich bietet der kombinierte Verkehr Straße/Schiene und dabei insbesondere die CargoBeamer-Technologie die besten Voraussetzungen, das Klima zu schützen, die Fernstraßen erheblich zu entlasten und zugleich mit geringen Investitionen realisierbar zu sein.

In der am Mittwoch den Verkehrs- und Umweltpolitikern in Berlin vorgestellten Studie vergleicht die Infras nun Aufwand und Umweltnutzen des konventionellen unbegleiteten Kombinierten Verkehr Straße/Schiene (UKV), der CargoBeamer-Technologie sowie den Vorschlag von Lkw mit Stromabnehmern unter einer Oberleitung an den Autobahnen. Als Mengenbasis und Ausgangszenario wird die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) als Grundlage des Bundesverkehrswegeplans 2030 ermittelte Verkehrsprognose herangezogen.

Das BMVI erwartet demgemäß eine Steigerung des Straßengüterverkehrs um 170 Milliarden Tonnenkilometer (Mrd. tkm) bis 2030 auf dann 607 Mrd. tkm, was einem Zuwachs von 39% gegenüber 2010 entspricht.  Der Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehrsaufkommen in Deutschland („Modal Split“) verbleibt  der Prognose zufolge bei 18%, er soll um 46 Mrd. auf dann 154 Mrd. tkm steigen.

Zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung muss allerdings neben einem nachhaltigen Personenverkehr auch in einen umweltfreundlichen elektromobilen Güterverkehr investiert werden. Infras untersuchte dazu Aufwand und Nutzen einer Verlagerung weiterer 40 Mrd. tkm vom Straßengüterverkehr auf drei mögliche elektromobile Güterverkehrs-Technologien bis 2030. Der volkswirtschaftliche Nutzen für die Umwelt wurde dazu auf Basis der Methodenkonvention des Umweltbundesamtes zur Schätzung von Umweltkosten in den Kategorien Luftschadstoffe, Klima, Lärm sowie Natur- und Landschaft bewertet.

Das Ergebnis spricht eindeutig für die Schiene: Die beiden schienenbasierten Technologien des konventionellen UKV und des CargoBeamer erreichen in diesen Szenarien nahezu identische und hohe Umweltvorteile von 1,1 Milliarden € pro Jahr bzw. rund 500 € pro verlagerter Sendung,  während die Verlagerung dieser Verkehrsmenge auf Oberleitungs-LKW einen Umweltnutzen von 0,26 Mrd. € pro Jahr bzw. 55 € pro verlagerter Sendung erzeugt.

Demgegenüber stünden die vergleichsweise geringen Investitionen von rund 0,6 Mrd. € in 29 zusätzliche CargoBeamer-Umschlaganlagen bzw. von rund 1,3 Mrd. € in 38 weitere Kranterminals für den UKV oder 14-20 Mrd. € für rund 7.000 km Oberleitungen an den Autobahnen. Die hohen Investitionen im Szenario „Oberleitungs-Lkw“ würden einen jährlichen Aufwand für Betrieb und Finanzierung von 1,5 Mrd. € pro Jahr erzeugen. Dieser Aufwand überstiege den Nutzen deutlich – so die Schweizer Forscher.

Der jährliche volkswirtschaftliche Nutzen einer umweltfreundlichen Verlagerung von Sattelaufliegern auf die Schiene mit CargoBeamer übersteigt laut Infras den jährlichen Aufwand für Finanzierung und Betrieb der Infrastruktur (ohne Verkehrsbetrieb) um mehr als das zehnfache.

Weiterer entscheidender Vorteil: Mit Sattelaufliegern werden drei Viertel der gesamten Straßengüterverkehrs-Leistung in Deutschland und Europa abgewickelt. Die CargoBeamer-Technik bietet auf Grund der Konstruktion ihrer Waggons mit einer Transportwanne für die Lkw-Anhänger allen Sattelaufliegern den sofortigen Umstieg auf die Schiene an – ohne jeden Umbau, ohne jede Zusatzinvestition für Spediteure und Logistiker. 

Bahn frei für alle Trailer.

Über CargoBeamer

Die CargoBeamer AG ist ein privates Logistik-Dienstleistungsunternehmen mit einem innovativen System für den Kombinierten Güterverkehr auf der Schiene.  Das Unternehmen bietet durch eine privat finanzierte Eigenentwicklung von Waggons und automatisierter, energieeffizienter paralleler Umschlagtechnik eine einfache Schienentransportlösung für alle Sattelauflieger ohne erforderliche technische Ausrüstung für die Kranverladung. Die Technologie ermöglicht auch den Umschlag nicht kranbarer Sattelauflieger im Vertikalumschlag in Kranterminals und mit mobilen Umschlagsgeräten. In Europa betreibt CargoBeamer seit 2014 eigene Linienzüge mit dieser Technologie. Sitz des Unternehmens ist Leipzig. Der Einsatz eines systemkompatiblen und für den Schienentransport volumenoptimierten Containers steht unmittelbar vor der Markteinführung.

Der Abschlussbericht und die Abschlusspräsentation zum Downloaden