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CargoBeamer Compactx

Die Suche nach passenden Standorten für neue KV-Umschlaganlagen in Mitteleuropa zeigt uns auf, wie schwer es in einem dicht besiedelten Land wie z.B. Deutschland ist, neue große Terminalflächen mit mindestens 700 m geradem Gleis, Schienenanbindung für Güterverkehr mit Rangiermöglichkeiten und Gleiszufahrten für 700 m lange Züge, Parkflächen für mindestens 100 Lkw, genehmigungsfähige Straßenanbindung für 500-1000 Lkw-Fahrten pro Tag, Entwässerung und Naturschutz etc., zu realisieren.

Auf diesen Umstand reagiert unsere neue „CargoBeamer Compactx“ genannte Bauform der CargoBeamer Umschlaganlagen. Sie zeichnet sich durch eine sehr kompakte Bauform mit mehreren statt nur einer Park- und Verladespur links und rechts des Umschlaggleises aus. 

So können z.B. bei einer Anordnung „“Compact3 1x12“ (lies: ein Gleis à 12 „GateModule“ mit je drei Verladespuren je links und rechts) auf einer Länge von nur 240 m bei 12 Modulen in Reihe vor Ankunft des Zuges bereits 36 zu verladende Trailer (also ein „voller“ 700 m KV-Zug) in Waggonaufsätze vorgeladen werden.
Der CargoBeamer Zug wird dann in drei Gruppen à zehn Minuten plus je zehn Minuten Rangierzeit automatisch be- und entladen – und kann schon etwa 90 Minuten nach Ankunft das Terminal wieder verlassen.
Die „asset utilization“ von Lok, Waggonzug, Personalzeit ist unerreicht hoch, die Investmentkosten sind im Kosten-Nutzen Verhältnis gering und der Flächenverbrauch für den Umschlagsbereich beträgt je nur ca. ein Viertel herkömmlicher Container-Kranterminals.
Diese neue kompakte Bauform unseres Terminals öffnet uns völlig neue Dimensionen und Türen zu bisher verschlossenen Gleisanlagen. Viele stillgelegte Industrie-Anschlussgleise können als effiziente Schnittstelle moderner Sattelauflieger zur Bahn entwickelt werden.

Der Betrieb der CargoBeamer Compact3-Umschlaganlage gliedert sich in zwei Zeitphasen, die sich zyklisch einander abwechseln:

Vorlade-Prozess

Austausch angekommener und zu verladender Sattelauflieger – vor Ankunft des nächsten Zuges:

  1. Die Automatisierung verschiebt je drei „angekommene“ Sattelauflieger auf die freie Seite des Gleises – dort holen Terminalfahrzeuge die Auflieger ab und stellen sie auf einem Pufferparkplatz ab.
  2. Drei „einsteigende“ Sattelauflieger lassen sich nun auf die jeweils drei freien Waggonaufsätze verschieben.
  3. Die Automatisierung schiebt diese drei Waggonaufsätze auf die „Speicherseite“ und gleichzeitig drei weitere Aufsätze auf die „Be- und Entladeseite“.

Umschlagprozess

Die Be- und Entladung eines Zuges geschieht bei einer Compact3- Umschlaganlage in drei Waggongruppen. Je nach Anordnung der Umschlaganlage (entweder mit durchgehendem Gleis oder mit „Sackgleis“) wird dazu der Zug jeweils um eine Waggongruppe weiter geschoben (bei durchgehendem Gleis) oder eine weitere Gruppe in das Gleis rangiert.
Die Automatisierung entlädt innerhalb von zehn Minuten eine komplette Gruppe auf die freie Seite und schiebt von der „Speicherseite“ eine komplette Gruppe „einsteigender“ Sattelauflieger auf die Waggons nach.